18.10.2017 – Lübbecke

Erster Verkehrssicherheitstag der Gauselmann Gruppe

Verkehrssicherheitstag_Rauschbrille

Verkehrswacht Minden-Lübbecke simuliert Unfallsituationen

Prävention, Sicherheit und Aufklärung spielen für das Familienunternehmen Gauselmann eine wichtige Rolle – nicht nur im Spiel, sondern auch im Straßenverkehr. Mit dem ersten Verkehrssicherheitstag, unterstützt von der Verkehrswacht Minden-Lübbecke durch die Aktion „Junge Fahrer“, konnten rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Auszubildende, die zwischen 17 und 25 Jahre alt sind, praktisch und hautnah Unfallsituationen an sieben verschiedenen Stationen simulieren und realistisch erleben. „Der Gauselmann Gruppe liegen sowohl die Gesundheit als auch die Sicherheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr am Herzen. Daher bieten wir in beiden Bereichen umfassende Trainingsangebote an“, erklärt Personalleiter Wolfgang Regenbrecht.

„Etwa 30 Prozent der Unfallbeteiligten sind nicht angeschnallt“, schildert Dieter Rohlfing, Geschäftsführer der Verkehrswacht Minden-Lübbecke. Ein erschreckender Anteil, denn das Anschnallen sollte für jeden Priorität haben. Um dies zu verdeutlichen, konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der ersten Station den sogenannten „Gurtschlitten“ testen. Dabei wurde ein ungebremster Aufprall von etwa 50 Kilometer pro Stunde gegen ein festes Hindernis nachgestellt. „Man unterschätzt die Geschwindigkeit sehr – dadurch wurde mir bewusst, welche Gefahren und Auswirkungen es überhaupt gibt“, betont die 24-jährige Janine Banmann. Darüber hinaus sollte man beachten, dass die durch den Aufprall entstehenden Verzögerungskräfte lose Gegenstände im Auto zu Geschossen werden lassen. Diese fliegen dann mit dem 50-fachen ihres ursprünglichen Gewichts durch das Auto – dabei kann zum Beispiel eine Getränkekiste eine Kraft von etwa 600 Kilogramm aufbringen.

Doch wie verhält man sich bei einem Autounfall? „Schnell“ kann alles vorbei sein. Der Wagen überschlägt sich, das einzige was einen hält ist der Sitzgurt. Wie kommt man in so einer Situation aus dem PKW hinaus? Mit dem intensiven Verkehrssicherheitstraining wissen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nun genau, wie man sich in kritischen Unfallsituationen zu verhalten hat. Die Gefahren früh erkennen sowie vorausschauend fahren und die Geschwindigkeit immer im Auge behalten lautet die Devise. Darüber hinaus sollte jeder Rücksicht auf andere Beteiligte im Straßenverkehr nehmen.

Die Aktion für Fahranfänger im Alter von 17 bis 25 Jahren griff darüber hinaus ein weiteres riskantes Thema auf – Alkohol, der zu einer riskanten Fahrweise führt. Mit der sogenannten „Rauschbrille“ erlebten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gauselmann Gruppe an der siebten Station, wie es sich anfühlen würde, mit etwa 1,3 Promille Auto zu fahren. Eine verzerrte Wahrnehmung und Orientierungslosigkeit sind dabei die Folgen, das Reaktionsvermögen nimmt ab. „Das war eine durchaus komische Erfahrung, die ich nicht erleben möchte“, bemerkt Noah Dummeier, Auszubildender zum Industriekaufmann bei Gauselmann.

Darüber hinaus konnten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Hilfe von Fahrsimulationen – sowohl mit einem Roller sowie einem Auto – ihre Reaktionsschnelligkeit testen und einen kostenlosen Sehtest durchführen. „Die Gauselmann Gruppe hat sehr viele Auszubildende, dadurch konnten wir heute viele junge Menschen informieren und sensibilisieren“, freute sich Dieter Rohlfing über die positive Resonanz.

Neben dem Verkehrssicherheitstag bei Gauselmann in Lübbecke veranstaltet die Verkehrswacht Minden-Lübbecke noch weitere Aktionstage, zum Beispiel für Kinder im Straßenverkehr oder für Senioren als Fahrer – für jeden gibt es Angebote, um sich sicher, verantwortungsvoll und vorausschauend im Verkehr zu bewegen.